" TO my donor" für Ihren Knochenmarkspender in Krefeld, malte das sechsjährige an Krebs erkrankte Mädchen dieses lebensfrohe Bild mit dem Titel
"EIN FISCH SPIELT IM WASSER"
Ein Bild als Dankeschön
Todgeweihte dankt Helden
Die Knochenmarkspende eines 36 Krefelders gibt einem sechsjährigen Mädchen die Chance, vom Blutkrebs geheilt zu werden .
"Lieber Held ! Ich nenne Dich einen Helden, weil du meiner sechsjährigen Tochter eine Chance gibst, vom Philadelphia - Blutkrebs geheilt zu werden ." So beginnt der drei Seiten lange dank Brief einer 35 jährigen Mutter aus Boston in den USA, der Stefan Rudolf (Name geändert ) jetzt erreichte. Der 36jährige Krefelder ist Knochenmarkspender.
Vor rund fünf Jahren hatte Rudolf an einer der Blutspendeaktionen teilgenommen, die der Förderverein für krebskranke Kinder organisiert und finanziert . "Die grobe Untersuchung der Blutwerte kostet 100 bis150 Mark, die Feinabstimmung bis zu 600 Mark", erläutert Vereinsvorsitzender Hans-Werner Reinartz. Nur wenn alle Blutwerte hundertprozentig übereinstimmen und der mögliche Spender vollkommen gesund ist, kommt eine Knochenmarktransplantation in Frage. Und die kann nur ein einziges Mal vorgenommen werden.
Kurz vor Weihnachten wurde Rudolf nach Sichtung der Knochenmarkspenderkartei zu einer aktuellen Blutuntersuchung in die Uni Klinik Düsseldorf eingeladen. "Es wurde getestet ,ob die Blutwerte exakt übereinstimmen ", erinnert sich der Krefelder. Seine Blutwerte paßten. Was der 36jährige zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte, daß er einer von dreien von 47 möglichen Spendern war, die in die engere Wahl gekommen waren. Es folgte eine zweite Untersuchung. Diesmal von Kopf bis Fuß." Denn nur wenn der Spender auch frei von versteckten Krankheiten und Infekten ist hat der Empfänger eine Überlebenschance "unterstreicht Reinartz .
Am 29 Februar war es dann so weit . Unter Vollnarkose wurde Stephan Rudolf in der Uniklinik in einer dreiviertelstündigen Operation Knochenmark entnommen, und ein Kurier brachte es zum Flughafen und bereits zehn Stunden später konnte ein Arzt es dem kranken Mädchen übertragen. "Je wärmer es noch ist , desto geringer sind die Schmerzen für den Empfänger " , fügt Rudolf erklärend hinzu. Seine Knochenschmerzen waren ein paar Tage später verschwunden.
Ob das übertragene Mark anwächst und eine neue Abwehrfunktion aufbaut, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen . Dennoch erhielt der Krefelder jetzt ein Dankschreiben mit Bild, das mit den Zeilen endet: "Ich hoffe daß wir uns eines Tages treffen und kennenlernen werden.
Danke schön ,danke schön ,nochmals vielen Dank an Dich. Gott möge Dich beschützen !"
Mit freundlicher Genehmigung von Frau Yvonne Brand